Achtung: Dieser Artikel ist schon
etwas älter und entspricht teilweise nicht mehr dem Stand der Technik.
Audio-IN/-OUT
Eigentlich sind Beamer nur fürs Bild zuständig, während man für die Tonwiedergabe eigene Geräte (Verstärker und Boxen) benötigt. Manche Beamer verfügen aber trotzdem über kleine Lautsprecher, die als Notbehelf dienen können, um überhaupt einen Ton zu hören. Für diesen Zweck gibt es dann Audio-Eingänge, und zwar entweder als 3-polige Miniklinken-Buchse (wie im Computerbereich üblich) oder als zwei Cinch-Buchsen mit roter/weißer Kennzeichnung (wie bei Videogeräten üblich).
Wenn der Beamer einen HDMI-Eingang hat, wird darüber ja auch der Ton digital übertragen. Manche Beamer bieten dann zusätzlich analoge Ton-Ausgänge, über die man diesen Ton an die Audio-Anlage weiterreichen kann. Wirklich brauchen wird man diese Option nur selten; in der Praxis ist es einfacher und weniger störungsanfällig, den Ton direkt vom Videogerät zur Audio-Anlage zu verkabeln.
USB-Buchse Typ B
Die meisten Präsentationsbeamer verfügen über USB-Buchsen des Typs B oder Mini-B, über die man sie mit einem Computer verbinden kann. Der Beamer wird vom Computer wie eine Standard-Maus erkannt (was mit allen gängigen Betriebssystemen ohne spezielle Treiber funktioniert). Auf der Beamer-Fernbedienung gibt es Links-/Rechts-Tasten, die den beiden Maustasten entsprechen; so kann man über die Fernbedienung des Beamers eine Präsentationssoftware steuern, die auf dem Computer läuft.
RS232
Die serielle RS232-Schnittstelle ist als Computer-Verbindung eigentlich veraltet. An vielen Beamern findet man sie jedoch noch, um darüber die Firmware des Beamers aktualisieren oder spezielle Einstellungen vornehmen zu können. Die hierfür nötige Software wird von den meisten Herstellern aber nicht dem Endverbraucher zur Verfügung gestellt, sondern nur den hauseigenen Technikern. So kann man als Benutzer mit der RS232-Buchse nichts anfangen.
LAN/Netzwerk
Über eine Netzwerk-Verbindung kann man vom Beamer aus auf externe Netzwerkspeicher zugreifen oder von einem Computer aus Bilder und Videos an den Beamer schicken. (Einige Beamer bieten sogar WLAN, um dasselbe drahtlos zu ermöglichen.) Für bestimmte Anwendungen im Bereich der Firmenpräsentationen oder für Heimkino-Anwendungen in Verbindung mit einem Medienserver kann das eine interessante Option sein. Voraussetzung ist allerdings, dass der Beamer selber die Funktion eines Players übernimmt - und da hakt es häufig noch an der Qualität und Format-Unterstützung (siehe auch weiter unten, USB Typ A). Außerdem muss die Netzwerkschnittstelle für gängige Videodatenraten schnell genug sein, was ebenfalls noch nicht selbstverständlich ist.
Eingebauter DVD-Player
Einige wenige Beamermodelle verfügen noch über einen eingebauten DVD-Player. Technisch sinnvoll ist so eine Integration nicht, da Zuspielgeräte noch mehr als die Beamer selbst dem technischen Fortschritt unterliegen. Ein integrierter DVD-Player macht den Beamer größer und teurer, und im Zeitalter der Blu-ray wird sein Nutzen immer fraglicher. Am ehesten sind solche Geräte für unkundige Benutzer gedacht, die mit der Verkabelung herkömmlicher Zuspieler überfordert wären; Beamer mit DVD-Player sind sozusagen das Seniorenhandy unter den Beamern. Im Idealfall muss man wirklich nichts weiter tun, als den Beamer einzuschalten und die DVD einzulegen.
USB-Buchse Typ A
Weniger augenfällig, dafür in der Praxis eher von Nutzen, ist eine USB-Buchse vom Typ A, an die man einen USB-Stick oder eine USB-Festplatte anstecken kann. (Achtung: USB-Buchsen vom Typ A sind die flachen USB-Buchsen, die es normalerweise computerseitig gibt - nicht zu verwechseln mit USB Typ B oder Mini-B, die fast jeder Beamer hat, die aber nur Steuerungszwecken dienen.)
Beamer mit dieser Ausstattung können JPEG-Fotos und Videos in bestimmten Formaten direkt vom Datenträger zeigen; ähnliche Funktionen bieten heute auch die meisten Fernsehgeräte. Es genügt dann, einen USB-Stick mit den vorbereiteten Bildern oder Videos aufzustecken. Die Bedienung des Players erfolgt über die Beamer-Fernbedienung.
Leider sind diese internen Player nicht in jeder Hinsicht ausgereift; man muss zuerst rausfinden, mit welchen Videoformaten sie gut zurechtkommen, und ggfs. das Material entsprechend konvertieren. Der Bildwechsel bei JPEG-Wiedergabe erfolgt an allen bisherigen Geräten nur mit deutlicher Verzögerung, was ziemlich an den Nerven des Vorführers zerren kann.
Es wäre für bestimmte Anwendergruppen wunderbar, wenn sie auf diese Weise einen "digitalen Diaprojektor" hätten, den man statt mit Diamagazinen einfach nur mit einem USB-Stick füttert - ohne weitere Geräte zu benötigen. Aber so weit ist die Technik leider noch nicht.
Autor: Andreas Beitinger
Letzte Änderung: August 2012
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