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Mieten statt kaufen?

Wer einen Beamer nur ab und zu benötigt, kommt mit Miete günstiger weg als mit Kauf. Die Herausforderung liegt darin, ein passendes Miet-Angebot zu finden. In größeren Städten sieht es tendenziell besser aus als in kleinen, aber richtig reichhaltig ist das Mietangebot nirgends.

Mancherorts werden Beamer von öffentlichen oder kirchlichen Stellen gegen einen kleinen Unkostenbeitrag oder (im Fall eines öffentlichen Interesses an der geplanten Darbietung) sogar kostenlos verliehen. Leider darf man bei solchen nicht-kommerziellen Angeboten keinerlei Ansprüche stellen, was die Qualität der verliehenen Geräte angeht. Nicht selten sind es abgenutzte LCD-Beamer älterer Bauart, die mit 800 x 600 Pixeln Auflösung, milchigem Kontrastverhalten, verschobenen Farben und sehr breiten Pixelstegen nicht gerade Sehgenuss garantieren. In der Regel kann auch niemand sagen, wieviele Brennstunden die Lampe schon hinter sich hat - und eine Ersatzlampe zur Sicherheit gibt es erst recht nicht.
Um im nicht-kommerziellen Bereich ein gutes Mietangebot zu finden (d. h. einen zeitgemäßen Beamer, der akzeptable Qualität liefert), muss man schon sehr viel Glück haben. Das Problem ist, dass die Verantwortlichen oft selber keine Ahnung von der Technik haben und die Qualität ihres Gerätes, das vor ertlichen Jahren mal viel Geld gekostet hat, völlig überschätzen.

Größer und besser, aber auch teurer, ist das kommerzielle Mietangebot. Die meisten der kommerziellen Anbieter kommen aus dem Bereich Veranstaltungstechnik und vermieten vorwiegend Geräte in Standardauflösung (1024 x 768 Pixel) und verschiedenen Lichtleistungen, also für verschiedene Saalgrößen mit Restlicht. Typische Heimkino-Beamer (d. h. im 16:9-Format und mit geringer Lichtleistung) werden gelegentlich von Elektrogeschäften zur Miete angeboten. Aber auch danach muss man bereits suchen.

Wer etwas Spezielleres benötigt, z. B. einen für Fotowiedergabe optimierten LCoS-Beamer oder gar einen 3-DLP-Beamer in HD-Auflösung für kinoähnliche Großprojektion von Videos, muss meist eine lange Anfahrt in Kauf nehmen; die wenigen Firmen, die solche Geräte überhaupt im Vermiet-Angebot führen, geben sie nur an Selbstabholer ab (und verlangen verständlicherweise eine saftige Kaution).

Kommerzielle Mietpreise orientieren sich an der Verleihregel: Tagesmiete = 2 % vom empfohlenen Verkaufspreis
Die Preise können auch deutlich höher liegen, wenn es sich um seltenere Geräte handelt, oder wenn der Verleiher sinnvolle Zusatzdienste leistet (z. B. Farbkalibrierung, Mitlieferung einer Ersatzlampe, Auswahl verschiedener Projektionsobjektive, telefonische Hilfe beim Aufbau). Wenn Sie Zubehör dazumieten wollen (Leinwand, Zuspieler, Audio-Anlage) kann dies ebenfalls ins Geld gehen.

Wer eigenverantwortlich Vorführungen mit Beamer macht und einen gewissen Qualitätsanspruch hat, wird kaum am Kauf vorbeikommen. Denn nur mit dem eigenen Gerät kann man ausgiebig herumprobieren und die Einstellungen optimieren, und nur am eigenen Gerät kennt man die gelegentlich auftretenden Macken - und auch Wege, sie schnell zu beheben. Das macht Vorführungen erheblich entspannter als mit den unberechenbaren Mietgeräten.

Autor: Andreas Beitinger
Letzte Änderung: September 2012

Nächster Teil

Einführung

Technische Daten: Chip-Technologie (LCD, DLP, LCoS)

Technische Daten: Auflösung und Seitenverhältnis

Technische Daten: Helligkeit (ANSI-Lumen)

Technische Daten: Kontrastverhältnis

Technische Daten: Objektivdaten

Technische Daten: Lampen-Lebensdauer

Technische Daten: Betriebsgeräusch

Technische Daten: Eingänge und Signalkompatibilität

Technische Daten: Weitere Anschlüsse und Zusatzausstattung

Zubehör: Leinwand und Projektionstisch

Zubehör: Zuspieler

Zubehör: Kabel

Zubehör: Audio-Anlage

Farbeinstellung: Farbmodus und individuelle Kalibrierung

Farbeinstellung: Varianten der Kalibrierung

Kaufberatung: Vorträge und klassische Präsentationen

Kaufberatung: Ausstattung für Schulen oder Veranstaltungsräume

Kaufberatung: Digitaler Diavortrag

Kaufberatung: sonstige

Mieten statt kaufen?

Allgemeine Tipps zur Benutzung des Beamers

Die Qualitätsfrage - Beamer gegen Diaprojektor