Blendenwerte-Tabellen
Belichtungszeiten-Tabellen

Hinweis für Smartphone-Nutzer: Wenn Sie beide Tabellen bequem nebeneinander sehen wollen, drehen Sie das Smartphone einfach ins Querformat!
Die „Filmempfindlichkeit“ des chemischen Filmmaterials gibt es an
digitalen Kameras so eigentlich nicht mehr, aber die Werte wurden als Maß für die Signalverstärkung in die digitale Fotografie übernommen
und finden sich heute als Einstellmöglichkeit in Kameras.
Ältere
Filmempfindlichkeitsskalen (z. B. logarithmische Werte nach DIN)
sind nicht mehr gebräuchlich. Üblich ist heute ein lineares Maß nach
ISO, das daher meist als ISO-Wert bezeichnet wird. Das ist etwas
unglücklich, weil es noch viele andere ISO-Normen gibt und
insofern Verwechslungsgefahr droht. Aber zumindet im Kontext der
Fotografie ist mit dem ISO-Wert stets die Filmempfindlichkeit gemeint.
Der ISO-Wert wird in der Regel als Zahl
mit dem nachfolgenden oder vorausgestellten Kürzel ISO angegeben –
manchmal mit und manchmal ohne Leerzeichen dazwischen. Zum Beispiel den
Wert 100 kann man als ISO100, ISO 100 oder 100 ISO schreiben.
Berechnung der ISO-Stufen:
Für die in der Fotografie üblichen
ganzen Lichtwert-Stufen (Verdoppelung/Halbierung) muss auch der ISO-Wert
jeweils verdoppelt bzw. halbiert werden. Der Faktor für eine halbe Stufe ist demnach die „Quadratwurzel
aus Zwei“ (1,4142) und für Drittelstufen ist es die „Dritte Wurzel aus
Zwei“ (1,2599).
An
digitalen Kameras finde man die sehr niedrigen Werte (die früher für
niedrigempfindliche Spezialfilme verwendet wurden) nicht mehr, dafür geht die
Skala im Bereich hoher ISO-Werte nun erheblich weiter. Einige Werte
werden traditionell stark gerundet, um glattere und besser merkbare Zahlen zu
bekommen. Diese Standard-Werte halten sich nicht überall genau an die mathematischen Rundungsregeln, aber sie sind im Bereich der Fotografie
lange etabliert und werden daher markenübergreifend verwendet. Erst im Bereich der
sehr hohen Werte und im
Bereich der halben und gedrittelten Werte kann es zwischen Kameraherstellern leichte
Abweichungen geben. Unabhängig von der gerundeten Anzeige rechnen die meisten
Kameras aber intern mit den exakten Werten.
Um die Unterschiede
zu zeigen, gibt es hier zwei getrennte Tabellen: eine grüne Tabelle mit den
stur mathematisch errechneten Werten und eine blaue Tabelle mit den „üblichen“
gerundeten Werten, wie man sie an Kameras einstellen kann. (An einigen
Stellen mussten für die Tabelle auch die rechnerischen Werte etwas gerundet
werden – aber dann konsequent nach den Regeln für die Kaufmännische Rundung.)
Die Tabellen hier reichen von
ISO 6 bis ISO 204800. Das
sollte die meisten in der fotografischen Praxis relevanten Werte umfassen.
Digitale Kamerasensoren haben prinzipbedingt eine
„Grundempfindlichkeit“, die meist zwischen ISO 64 und ISO 200 liegt.
Manche Kameras erlauben zwar auch die Einstellung etwas niedrigerer
Werte, aber das sind dann softwaremäßig erzeugte Stufen mit gewissen
Qualitätsnachteilen (insbesondere ein Verlust von Zeichnung in den Lichtern).
Die
hohen ISO-Werte enden an aktuellen Kameras häufig bei 51200 oder 102400.
Es gibt zwar kein hartes Limit, aber wegen des zunehmenden Bildrauschens
ist eine weitere Steigerung nicht sinnvoll. Die heutigen Kamerasensoren
liegen übrigens in Sachen Bildrauschen schon nahe an der Grenze des technisch
Machbaren (ein großer Teil des Rauschens hat seine Ursache in der
Quanten-Eigenschaft des Lichtes und lässt sich durch weitere
Verbesserung der Sensoren gar nicht mehr reduzieren).
Autor: Andreas Beitinger
Letzte Änderung: Januar 2026
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