Blendenwerte-Tabellen
ISO-Werte-Tabellen

Hinweis für Smartphone-Nutzer: Wenn Sie beide Tabellen bequem nebeneinander sehen wollen, drehen Sie das Smartphone einfach ins Querformat!
Belichtungszeiten (auch Verschlusszeiten genannt) werden üblicherweise in Sekunden angegeben. Für Werte unter einer ganzen Sekunde kommt dabei meist die Bruch-Schreibweise mit dem Zähler 1 zum Einsatz. In kleineren Kameradisplays und auf Belichtungs-Wahlknöpfen ist es jedoch aus Platzgründen üblich, nur den Nenner des Bruchs anzuzeigen (z. B. 125 für 1/125 Sekunde). Ganze Sekunden werden dann mit einer anderen Farbe oder mit dem Sekundenzeichen ″ verdeutlicht (z. B. 4″ für 4 Sekunden).
Berechnung der Belichtungszeit-Stufen:
Für die in der Fotografie üblichen
ganzen Lichtwert-Stufen (Verdoppelung/Halbierung) muss auch die
Belichtungszeit
jeweils verdoppelt bzw. halbiert werden. Der Faktor für eine halbe Stufe ist demnach die „Quadratwurzel
aus Zwei“ (1,4142) und für Drittelstufen ist es die „Dritte Wurzel aus
Zwei“ (1,2599).
Schon früh wurden die Belichtungszeiten-Werte
teilweise stark gerundet, um glattere und besser merkbare Zahlen zu
bekommen. Diese Standard-Zeiten halten sich nicht überall genau an die mathematischen Rundungsregeln, aber sie sind im Bereich der Fotografie
sehr lange etabliert und werden daher bis heute markenübergreifend verwendet. Erst im Bereich der Extremwerte und im
Bereich der halben und gedrittelten Werte, die an alten Analogkameras
noch nicht ausdrücklich vorkamen, kann es zwischen Kameraherstellern leichte
Abweichungen geben. Unabhängig von der gerundeten Anzeige rechnen die meisten
Kameras aber intern mit den exakten Werten.
Um die Unterschiede
zu zeigen, gibt es hier zwei getrennte Tabellen: eine grüne Tabelle mit den
stur mathematisch errechneten Werten und eine blaue Tabelle mit den „üblichen“
gerundeten Werten, wie man sie an Kameras einstellen kann. (An einigen
Stellen mussten für die Tabelle auch die rechnerischen Werte etwas gerundet
werden – aber dann konsequent nach den Regeln für die Kaufmännische Rundung.)
Die Tabellen hier reichen von 1/64000 Sekunde bis
60 Sekunden. Das
sollte die meisten in der fotografischen Praxis relevanten Werte umfassen.
Die regulär einstellbaren langen Belichtungszeiten enden an gängigen
Kameras bei 30 oder 60 Sekunden. Darüber hinausgehende
Langzeitbelichtungen sind zwar auch möglich, aber dann mittels B- oder
T-Einstellung und mit manuellem Start/Stopp. Es lohnt daher nicht, die
Tabelle nach oben „endlos“ fortzusetzen.
Die kurzen Belichtungszeiten
mit mechanischem Schlitzverschluss sind meist schon bei 1/8000 Sekunde
am Limit. Mit elektronischem Verschluss sind heute noch kürzere Zeiten bis
1/64000 Sekunde möglich. Noch kürzere Zeiten findet man aber nur an
Spezialkameras, nicht an handelsüblichen Fotokameras.
Autor: Andreas Beitinger
Letzte Änderung: Januar 2026
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