Belichtungszeiten-Tabellen
ISO-Werte-Tabellen

Hinweis für Smartphone-Nutzer: Wenn Sie beide Tabellen bequem nebeneinander sehen wollen, drehen Sie das Smartphone einfach ins Querformat!
Blendenwerte sind definiert als Quotient aus Brennweite und sichtbarem
Blendendurchmesser (z. B. wenn die Brennweite 100 mm beträgt und die
Blendenöffnung 25 mm Durchmesser hat, ergibt sich ein Blendenwert von
4). Diese Definition, die auf den ersten Blick etwas umständlich
erscheint, hat in der Praxis große Vorteile: Da die Brennweite
„rausgerechnet“ wird, erhält man mit demselben Blendenwert stets
dieselbe Belichtung – auch wenn der absolute Blendendurchmesser, je nach
Brennweite, sehr unterschiedlich groß sein mag. Etwas verwirrend für
Einsteiger ist nur, dass größere Blendendurchmesser eine kleinere Blendenzahl
bekommen und umgekehrt.
Gelegentlich werden
Blendenwerte auch als Bruch angegeben, wobei der Zähler 1 oder der Buchstabe f (für
engl. „focal length“) ist, also z. B. 1:5,6 oder f/5.6 für Blende
5,6. Das ändert an der Berechnung des eigentlichen Wertes nichts.
Die
größtmögliche Blendenöffnung eines Objektivs (= kleinstmögliche
Blendenzahl) wird „Lichtstärke“ genannt und gehört zu den Kerndaten
eines jeden Objektivs.
Berechnung der Blendenstufen:
Für die in der Fotografie üblichen
ganzen Lichtwert-Stufen (Verdoppelung/Halbierung) muss die lichtdurchlässige Linsenfläche
jeweils verdoppelt bzw. halbiert werden. Das erreicht man, indem der Blendendurchmesser
(und somit auch die Blendenzahl) mit
dem Faktor „Quadratwurzel aus Zwei“ (1,4142) multipliziert bzw.
dividiert wird. Der Faktor für eine halbe Blende ist demnach die „Vierte Wurzel
aus Zwei“ (1,1892) und für Drittelblenden ist es die „Sechste Wurzel aus
Zwei“ (1,1225).
Schon früh wurden die Blendenwerte
teilweise stark gerundet, um glattere und besser merkbare Zahlen zu
bekommen.. Diese Standardblenden halten sich nicht überall genau an die mathematischen Rundungsregeln, aber sie sind im Bereich der Fotografie
sehr lange etabliert und werden daher bis heute markenübergreifend verwendet. Erst im Bereich der Extremwerte und im
Bereich der halben und gedrittelten Werte, die an alten Analogkameras
noch nicht ausdrücklich vorkamen, kann es zwischen Kameraherstellern leichte
Abweichungen geben. Unabhängig von der gerundeten Anzeige rechnen die meisten
Kameras aber intern mit den exakten Werten.
Um die Unterschiede
zu zeigen, gibt es hier zwei getrennte Tabellen: eine grüne Tabelle mit den
stur mathematisch errechneten Werten und eine blaue Tabelle mit den „üblichen“
gerundeten Werten, wie man sie an Kameras einstellen kann. (An einigen
Stellen mussten für die Tabelle auch die rechnerischen Werte etwas gerundet
werden – aber dann konsequent nach den Regeln für die Kaufmännische Rundung.)
Die Tabellen hier reichen von Blende 0,5 bis Blende 128. Das
sollte die meisten in der fotografischen Praxis relevanten Werte umfassen.
Bereits Lichtstärke 0,7 findet man nur selten und der Lichtstärkewert
0,5 dürfte an der Grenze des technisch Machbaren liegen.
Das Abblenden auf Werte über 128
ist zwar technisch denkbar, aber in der Praxis an kaum einem Objektiv
vorgesehen. Das ist auch gut so, denn aufgrund der zunehmenden
beugungsbedingten Unschärfe sind allzu kleine Blendenöffnungen in der
Fotografie ohnehin nicht
sinnvoll nutzbar.
Autor: Andreas Beitinger
Letzte Änderung: Januar 2026
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