Praxisvergleich Nikon D70 gegen D200

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Umfangreicher Praxisvergleich Nikon D70(s) gegen D200/D80

Einleitung

Im Internet und in Fotozeitschriften gibt es viele meßtechnische Testberichte von Kameras, aber zu wenige echte Praxisberichte. Jede Kamera, die ich bisher besessen habe, weist eine Reihe von praktischen Vor- und Nachteilen im Detail auf, die leider in keiner Fotozeitschrift nachzulesen sind. Mir geht es bei diesem Vergleichsbericht darum, gerade solche "kleine" Sachen (soweit sie mir aufgefallen sind bzw. ich sie für relevant halte) zu nennen und zu erläutern. Aspekte wie Auflösung und Rauschverhalten betrachte ich eher vom erzielbaren Ergebnis her als von theoretischen Meßwerten.

Beim Umstieg von der Nikon D70 auf die D200 hatte ich einige Tage Zeit, beide Kameras direkt zu vergleichen. (Danach habe ich die D70 verkauft.) Die daraus gewonnenen Erkenntnisse lassen sich z. T. auch auf die Unterschiede zwischen D70(s) und D80 anwenden, da ja die D80 viele Neuerungen mit der D200 teilt. Ich weise (soweit mir bekannt) im Einzelnen darauf hin, wenn die D80 abweicht.
Ich weiß, daß die D70 gar nicht mehr erhältlich und die D200 auch nicht mehr ganz neu auf dem Markt ist. Wäre ich ein bezahlter Profi-Tester mit Zugriff auf das aktuelle Sortiment, würde ich hier selbstverständlich aktuellere Modelle vergleichen, um eine zeitgemäße Kaufberatung zu bieten. Dafür kann ich zu meinen "alten" Kameras längerfristige Erfahrungswerte beisteuern und muß mich nicht auf erste Eindrücke beschränken. Auch wenn die beiden hier verglichenen Kameras also nicht mehr die neuesten Modelle sind, gelten doch viele Unterschiede stellvertretend für die jeweilige Kameraklasse, z. B. die Unterschiede der Bedienkonzepte oder die Qualität der Gehäuse. Wer sich ausschließlich für die Kameras "von morgen" interessiert, muß mein Geschreibsel ja nicht lesen.

Mit DSLRs anderer Hersteller habe ich zu wenig Erfahrung, um fundiert deren Unterschiede und Gemeinsamkeiten mit den hier getesteten Modellen zu beleuchten. Ich hoffe aber, daß Besitzer und Interessenten anderer Kameras in meinem Bericht noch ein paar brauchbare Tips finden, um selbst weitere Vergleiche mit ihrem eigenen Equipment anzustellen.

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Daß mein Bericht subjektiv ausfällt, liegt auf der Hand. Die Gewichtung bestimmter Vor- und Nachteile nimmt jeder Nutzer anders vor. Ich will lediglich ein paar Beobachtungen jenseits von Auflösungs- und Rausch-Meßwerten vermitteln. Mein Schwerpunkt ist dabei die Nützlichkeit und praktische Anwendbarkeit von Kamerafunktionen. Die beste technische Bildqualität nützt nichts, wenn die Kamera den Zugriff auf entscheidende Funktionen so schwer und langwierig macht, daß man die besten Momente verpaßt. Außerdem hat das auch was mit Freude am Fotografieren zu tun: Wenn meine Kamera genau so arbeitet, wie ich mir das wünsche, macht das Fotografieren mehr Spaß und ich betreibe es entsprechend ausgiebiger.

Damit kein falscher Eindruck entsteht: Die technische Bildqualität ist auch für mich eine wichtige Sache. Allerdings hat Bildqualität viele Aspekte und läßt sich nicht in wenige Meßwerte fassen - noch dazu, da ein wirklich objektiver Vergleich aufgrund der unzähligen Einstellmöglichkeiten und RAW-Workflows fast unmöglich ist. Ob eine bestimmte Kamera in Vollautomatik schönere Bilder macht als eine andere, mag für den Laien-Benutzer wichtig sein, nicht aber für den Könner oder Lernwilligen. Für die letztgenannten ist entscheidender, was sie mit entsprechendem Know How aus einer bestimmten Kamera an Qualität herauskitzeln können.

Andreas Beitinger
2006