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Ablauf der Digitalisierung

Vorbereitender Schritt bei jedem zu digitalisierenden Magazin war das manuelle Drehen der Hochformate; ich achtete darauf, alle in die gleiche Richtung zu drehen, weil dies später die Stapelverarbeitung erleichterte.

Das Zurückdrehen ins Hochformat habe ich mir gespart. Sollte ich die Dias jemals wieder aus diesen Magazinen projizieren wollen (wovon ich nicht ausgehe, da ich sie jetzt alle digital habe), kann ich die Rückdrehung immer noch nachholen.

Kleiner Tipp am Rande: Wer die Hochformate nach dem Digitalisieren wieder in die Senkrechte bringen will, sollte sie vorher markieren. Denkbar wäre, mit Lineal und Folienschreiber eine Linie quer über sämtliche Diarahmen im Magazin zu ziehen. So sieht man hinterher gleich, welche Rahmen gedreht wurden.

Das eigentliche Digitalisieren der Dia-Serien ging recht flott - vor allem im Vergleich zum Scannen. Ich nutzte zunächst den Timer des Diaprojektors, der in niedrigster Stellung automatisch alle 3,8 Sekunden einen Bildwechsel durchführt. Das Auslösen der Kamera machte ich manuell. Später ging ich dazu über, den Diawechsel auch manuell zu schalten, weil das noch etwas kürzere Pausen ermöglichte als der Timer.

Die Bilder gingen direkt über USB in den Computer, wo ich sie gleich stichprobenartig kontrollieren konnte.

Da sich dieser Ablauf in Text oder Foto nicht so anschaulich zeigen lässt, habe ich davon ein kurzes Demonstrationsvideo erstellt:

Der im Video hörbare Doppel-Klick beim Auslösen kommt übrigens nicht von einer langen Belichtungszeit, sondern von der Spiegelvorauslösung mit 0,4 Sekunden Dauer. (Die SVA war dank 1/200 Sekunde Belichtungszeit vermutlich nicht nötig, aber geschadet hat sie auch nicht.)

Ganz so reibungslos, wie das Video es zeigt, lief das Digitalisieren leider nicht immer ab. Ich wusste schon vorher, dass manche meiner CF-Magazine zum Blockieren neigen. Dieses altbekannte Phänomen trat auch während meiner Digitalisierungsaktion immer wieder auf und verlangsamte somit etwas den Ablauf. Zum Glück waren nicht alle CS-Magazine gleichermaßen betroffen; manche liefen glatt durch. Genauso problemlos ging es mit allen meinen Einheits- und LKM-Magazinen.

Solange ich dieselben Typen von Magazinen und Diarahmen verwendete, musste ich an der Justierung nichts ändern. Daher sortierte ich die zu digitalisierenden Kästen zunächst nach Magazin- und Rahmentyp, d. h. ich ließ erst alle CS-Magazine mit CS-Rahmen durchlaufen, dann LKM-Magazine mit CS-Rahmen, dann LKM-Magazine mit Quickpoint-Rahmen usw.

Leider hatte ich Dias im Lauf der Jahre in vielerlei Rahmen und Magazine gepackt. Serien geglaster Dias rahmte ich, soweit nicht schon in den letzten Jahren geschehen, vor dem Digitalisieren in Glaslos-Rahmen um. (Ich habe das Abfotografieren auch mit Glas probiert, aber das trübt leider die Qualität deutlich.)

Immer nach ein paar Magazinen kontrollierte ich am Computermonitor wieder den Bildstand, und meist blieb er im Toleranzbereich (d. h. er verschob sich nur sehr minimal, so dass immer noch das komplette Bildfeld des Diarahmens abgebildet war). Gelegentlich musste ich die Kamera etwas nach links oder rechts verschieben. Auch die Höhe verließ bei dickeren Diarahmen knapp den Toleranzbereich, aber deren Ausgleich sparte ich mir, da der Bildverlust kaum merklich war und es nur wenige Dias betraf. Das Ändern der Höhe ist bei meiner Aufnahmeplatte ja leider nicht so einfach wie das Verschieben nach links und rechts.

Nachdem ich die wichtigen Serien abgearbeitet hatte und zu den weniger wichtigen Dias überging (z. B. fotografische Experimente und ursprünglich aussortierte Dias), nahm ich es mit der Justage nicht mehr ganz so genau und sparte mir das dauernde Kontrollieren und Nachjustieren. Zu großen Abweichungen kam es dennoch nicht. Wahrscheinlich war ich am Anfang zu pingelig und hätte mit das Nachjustieren sparen können.

Autor: Andreas Beitinger
Letzte Änderung: November 2009

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